Umgebinde für Babys, siehe auch Kleckerbuschen [mehr…]
Sargnagel
im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm findet sich für Sargnagel folgende Erklärung: SARGNAGEL, m. bei den nagelschmieden, kleiner mit verzinntem rundem kopfe versehener nagel für den sarg. Ugs. (scherzhft. für Zigarette). [mehr…]
Schabefleisch
häufig (unrichtig) als Restfleisch, das von Knochen abgeschabt wird bezeichnet. Der Begriff bezeichnet Tatar oder Rinderhack. [mehr…]
Scheidebecher
letztes Bier, letzter Schnaps, auch "Absacker". [mehr…]
Scheiding
Der heutige September, hieß früher auch Herbstmond, Scheiding, Holzmonat. Es ist fast unbekannt, dass unsere heute gebräuchlichen Monatsnamen geschichtlich noch recht jung sind. Bis zur Renaissance waren Monatsnamen gebräuchlich, welche sich auf die Ernteperioden und auf Naturereignisse bezogen.
Schelle
ringförmige Klammer (an Rohren oder Kabeln), oder für Glocke, Glöckchen, zu mhd. schellen, ahd. scellan = tönen. [mehr…]
Schelllackplatte
Zur Herstellung der Tonträger vergangener Tage wurde Schelllack benutzt, das ist das Ausscheidungsprodukt der indischen Lackschildlaus. [mehr…]
Schemel
kleiner Hocker, niedriger Arbeitsstuhl ohne Lehne. Eine besondere Art ist der sogenannte Melkschemel. Er besitzt lediglich ein Bein und wird mit einem Gurt um den Leib geschnallt. [mehr…]
Schenker, Krüger
entweder (hochdeutsch) ein Töpfer, oder (niederdeutsch) ein Gastwirt, der einen Krug betreibt. [mehr…]
Scheuer, Schauer
mhd. schiur(e), ahd. sciura, scūra, verw. mit Scheune (landschaftl.), Schauer für Schutzdach. [mehr…]
Scheuklappe
vom englischen [to blink - blinzeln, zwinkern] abgeleitet für seitliche Sichtbehinderung der Pferde, die den Wagen zogen. [mehr…]
Scheurebe
bez. eine weiße Rebsorte. Sie ist wie der Kerner eine der großen Erfolge der deutschen Neuzüchtungen. [mehr…]
Schickse
Ursprgl. ist eine Schickse eine Nichtjüdin aus der Sicht eines Juden; umgangssprachlich ein leichtes Mädchen, im Sinne von Flittchen. [mehr…]
Schiebebock
Eine Schubkarre (auch Schiebkarre, Scheibtruhe, Schiebetruhe, Robbern oder Karette genannt; offizielle Bundeswehr-Bezeichnung ist einachsiger Dreiseitenkipper). [mehr…]
Schieber
ugs. jemand, der auf dunklen Wegen Geschäfte macht; er verschiebt z.B. Hehlerware. [mehr…]
Schiebewurst
scherzhft. für wenige, kleine Wurstscheibe auf (viel zu großer) Stulle. [mehr…]
Schiffchen
in der Weberei das Weberschiffchen, den Schützen, in der Kirche ein kleines Gefäß, in dem Weihrauch transportiert wird. [mehr…]
Schifferklavier
Das Akkordeon, auch Ziehharmonika, Ziehorgel, Handorgel, Handharmonika oder Schifferklavier genannt, ist ein Handzuginstrument. [mehr…]
Schisslaweng
bzw. Zislaweng ist ein aus dem Französischen gebildetes Wort: Eine Deutung besagt, dass es aus „ainsi cela vint“ („so ging das vor sich“) hervorgegangen ist, eine andere geht davon aus, dass es von c'est le vent („das ist der Wind“) herrührt. Den Ursprung fand es vermutlich im Berliner Raum mit den Glaubensflüchtlingen aus Frankreich (Hugenotten) Ende des 17. Jahrhunderts. Bis heute wird das Wort vor allem in der Berliner Mundart verwendet. [mehr…]
Schlagball
ist ein Mannschaftssportart mit neun Spielern pro Team, dass als Ursprung des Baseball gilt. [mehr…]
Schlechtwettergeld
in Betrieben des Baugewerbes vom Arbeitsamt in der Zeit vom 1.11. bis 31.3. gewährte Ausgleichszahlung, wenn aus Witterungsgründen an einzelnen Tagen nicht gearbeitet wurde; 1996 durch das Winterausfallgeld ersetzt. [mehr…]
Schmierseife
sind Seifen, die aus weichen Fetten oder Ölen mit Kalilauge hergestellt werden. Sie sind somit ein Gemisch von Kalium-Salzen der höheren Fettsäuren (z.B. Kaliumpalminat, Kaliumstearat). [mehr…]
Schmok
mniederd. smōk, niederd. Form von Schmauch] (nordd.): Rauch, Qualm. [mehr…]
Schmonzes
jidd. schmonzes = Unsinn, H. u.; viell. zu Schmus. (ugs. abwertend): Geschwätz , überflüssiger Kram. [mehr…]
Schmökern
(ugs.): gemütlich etw. Unterhaltendes, Spannendes o. Ä. lesen: er schmökert. [mehr…]
Schnabelschuhe
sollen ihre Entstehung (um 1089) dem Grafen Fulko von Anjou oder Angers zu verdanken haben, der wegen seiner deformierten Füße vorn lang zugespitzte Schuhe trug.
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Schneiderkreide
aus Talkum hergestellte Kreide zum Markieren von Stoffen in der Maßschneiderei. [mehr…]
Schnittmuster
die Zeitschrift "Burda Moden" seit 1949 enthielt Schnittmuster-Bögen, die es den Leserinnnen erlauben, in Heimarbeit die Modelle aus dem Magazin nachzuschneidern. [mehr…]
Schnitzeljagd
ein Spiel, bei dem eine Gruppe von Personen Hinweisen folgt, die von einem Veranstalter ausgelegt wurden, um eine Belohnung an einem Zielort zu finden. [mehr…]
Schriftsetzer
(auch Bleisetzer genannt) war ein Beruf, den es jahrhundertelang im Druckgewerbe gab. [mehr…]
Schuhlöffel
länglicher, löffelartiger Gegenstand, der bei der Ferse in den Schuh gehalten wird, um das Anziehen der Schuhe zu erleichtern. [mehr…]
Schupo
Kurzwort für Schutzpolizist, Polizeibeamter [mehr…]
Schusterkarbonade
auch Karbonate oder falsche K. - Bauchfleisch, Wammerl, durchwachsener Speck, dünn geschnitten, paniert und wie ein Wiener Schnitzel scharf gebraten. [mehr…]
Schwarzmarkt
auch Schleichhandel, man versteht darunter ganz allgemein einen illegalen Markt. [mehr…]
Schweizer
ein angestellter Melker (veraltet) z.B. auf Gutshöfen. [mehr…]
Schott’sche Karre
7. September 1609 Ein Karrendienst für inhaftierte Frevler ist gleichzeitig Müllabfuhr und Strafvollzug. Die Übeltäter werden morgens zu zweit oder zu dritt vor eine große, zweirädrige Karre gespannt. Auf ihrer Brust tragen sie an einem krummen Eisen so viele Glöckchen wie sie noch an Jahren zu karren haben. Auf das Klingeln hin bringen die Hausmädchen den Unrat vor die Tür. 1620 macht das Zuchthaus die »Schott’sche Karre« – nach dem ersten Delinquenten, Michael Schotte – entbehrlich.
Schwiegermuttersarg
ugs, (nicht besonders freundlich) für: Pkw-Gepäckträger-Behältnis, Dachbox. [mehr…]
Schwindsucht
Die Tuberkulose (kurz TBC, früher auch Schwindsucht oder der Morbus Koch) ist eine Infektionskrankheit. [mehr…]
Sechser
Ugs. Bezeichnung für Fünfpfennigstück, Ein Sechser oder 'Sechs Richtige im Lotto' sind der Traum jedes Lottospielers, die schlechteste Note im deutschen Notensystem. [mehr…]
Seelenverkäufer
Seemannssprache für: nicht mehr voll seetüchtiges Wasserfahrzeug, das die "Seelen" der Passagiere und Besatzungsmitglieder "verkauft". [mehr…]
oder doppeltes Brötchen (v. lat.: simila = Weizenmehl) sind kleine Brote aus Weizen- oder Roggenmehl. [mehr…]
Sensenmann
auch Gevatter Tod, Freund Hein (veraltet selten) mit einer Sense mähender Mann, Schnitter, der Tod. [mehr…]
Setzkasten
ein in der Handsetzerei verwendeter Schriftkasten für Bleilettern. [mehr…]
Siebenbürger Sachsen
Die Siebenbürger Sachsen sind eine deutschsprachige Minderheit in Rumänien, im Landesteil Siebenbürgen. [mehr…]
Siechenhaus
Das Siechenhaus (auch Kottenhaus, Gutleutehaus) ist ein spezielles, meist etwas abseits gelegenes Quarantänehaus, in dem Kranke verwahrt wurden, wenn man Ansteckung befürchtete. [mehr…]
Silberblick
Die Redewendung kommt angeblich aus dem Berg- und Hüttenwesen.
Um das in Blei enthaltene Silber zu trennen, wurde früher Blei bei großer Hitze abgedampft bis sich das enthaltene Silber als deutlich helleres oder glänzenderes, flüssiges Metall absetzte. Diesen Moment nannte man Silberblink oder auch Silberblick. Ob das ständige Beobachten der abdampfenden Metallschmelze und die Belastung mit den giftigen Bleidämpfen bei den Arbeitern zum Augenfehlstand führte, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen.
Einleuchtender scheint uns diese Erklärung: Wenn wir etwas sehr nahe vor die Augen halten, dann fangen wir an zu schielen, sobald wir diesen Gegenstand fokussieren. Wenn jemand seinen Blick nur aufs Geld richtete, das früher aus Silber geprägt wurde, hatte er einen Silberblick. Irgendwann wurde der Silberblick dann zum Synonym für Schielen.
Spind
Der Spind ein einfacher, mannshoher Schrank zur Aufbewahrung von Arbeits- und Wechselkleidung. [mehr…]
Spindel
ursprünglich ein Werkzeug zum Spinnen, d.h. zur Produktion von Faden. [mehr…]
Spinnrad
ein technisches Hilfsmittel zum Verspinnen von Fasern zum späteren Verweben. [mehr…]
Spritzenhaus
Die Feuerwache (auch (Feuerwehr-) Gerätehaus, Spritzenhaus oder Feuerwehrmagazin) ist die Unterkunft der Feuerwehr in einem Ort, oft auch Ersatzkerker in kleinen Orten. [mehr…]
Spülstein
Becken unter dem Wasserhahn (meist aus emaliertem Gusseisen oder Steingut),
nordeutsche Bezeichnung: Handstein, Ausguss. [mehr…]
Stangeneis
früher auf zugefrorenen Seen mit der Schleppsäge geerntetes Eis, das im Eiskeller unter Stroh gelagert, bis in den Sommer "frisch" hielt; später Fabrikeis, das z.T. ambulant verkauft wurde. [mehr…]
Stasi
der Volksmund bezeichnete das Ministerium für Staatssicherheit, kurz MfS, als „Stasi“. [mehr…]
Staufferbüchse
Die Staufferbüchse oder Stauferbuchse ist ein Schmierstoffgeber. [mehr…]
Staufferfett
nach der amerik. Herstellerfirma Stauffer Chemical Company: Fett aus Schmieröl. [mehr…]
Steckenpferd
Was im Englischen "hobby" heißt, wurde im Deutschen früher häufig als Steckenpferd bezeichnet. [mehr…]
Stehkragen
Als Vatermörder wird ein steifer, vorne offener, hoher Stehkragen des Herrenoberhemdes bezeichnet, der separat auf das kragenlose Hemd geknöpft wird. [mehr…]
Steigeisen
ein Ausrüstungsgegenstand des hochalpinen Bergsteigers, oder Metallbügel zum Erklettern hölzerner Leitungsmasten. [mehr…]
Stellmacher
Die Stellmacherei ist ein Beruf. Sie entstand im frühen 19. Jahrhundert aus den beiden Berufen Wagner und Rademacher. [mehr…]
Stempeln gehen
früher: zum Arbeitsamt gehen, Stempelgeld = Arbeitslosenunterstützung. [mehr…]
Stiefelknecht
Ein Stiefelknecht ist ein mit einem U-förmigen Einschnitt versehenes Brett, in das der Stiefel mit der Ferse zum Ausziehen eingelegt wird. [mehr…]
Stiller Portier
Namenstafel in den Hausfluren von Mietshäusern.
Stopfnadel
Die Stopfnadel ist eine grobe Nadel für Wollfäden zum Stopfen von Löchern in Wollstrümpfen. [mehr…]
Stopfpilz
beim Stopfen verwendete pilzförmige, hölzerne Unterlage.
Stragula
aus lat. stragula "Decke, Teppich">: ein glatter Fußbodenbelag mit Kunststoffoberfläche. [mehr…]
Stresemann
ein nach Gustav Stresemann benannter Anzug, der nur am Vormittag getragen und auch für andere Gelegenheiten, wie Trauerfeier, Staatsempfang oder Bankett getragen wird. Der Stesemann ersetzt den Cutaway. [mehr…]
Strichpunkt
Das Semikolon ; (Plural: Semikola und Semikolons) oder Strichpunkt ist ein Satzzeichen zur Verbindung zweier Hauptsätze. [mehr…]
Stricknadel
Stricknadeln bestehen aus Stahl oder Kunststoff, an den Enden etwas zugespitzt und dienen zur Herstellen von Maschen mit Hilfe eines Fadens und einer bzw. mehreren Nadeln. [mehr…]
Stromsperre
befristete Stromabschaltung für ein größeres Gebiet. [mehr…]
Stuck
(von ital. stucco, "Stück"; eigtl: "Rinde", "Überzug") ist ein gut formbare, schnell erhärtende Masse aus Gips, Kalk, Sand und Wasser (oder Leim). [mehr…]
Stullen schmeißen
einen Stein über ein stilles Wasser werfen, (norddt: Ditschen) der Stein sollte möglichst oft das Wasser berühren, bevor er versank.
Stutzer
zu stutzen in der veralteten Bedeutung "in modischer Kleidung" [mehr…]
Stütze, Wohle
mhd. stütze, zu stützen: 1. (Bauw.) senkrecht stehender, tragender Bauteil,
ugs. für Sozialhilfe. [mehr…]
Suppenkasper
nach der Gestalt des Suppenkaspar aus dem Kinderbuch "Der Struwwelpeter", Kind, das nicht essen mag. [mehr…]